Ich habe in den letzten Jahren mit vielen erfolgreichen Menschen gesprochen, die beim Dating frustriert waren. Was mich überrascht hat: Die Fehler die sie machten, waren oft dieselben. Nicht weil sie unintelligent wären – im Gegenteil. Sondern weil Eigenschaften die beruflich funktionieren, im Dating kontraproduktiv sein können.
CEOs und Unternehmer sind es gewohnt, schnell zu entscheiden. Das ist eine Stärke. Im Dating führt es oft dazu, dass nach einem oder zwei Treffen bereits ein endgültiges Urteil gefällt wird – in die eine oder andere Richtung. Entweder: „Das ist es", was zu vorschnellen Intensivierungen führt. Oder: „Das passt nicht", was dazu führt, dass Menschen vorzeitig abgeschrieben werden.
Beziehungen brauchen Zeit zum Entstehen. Das ist keine Ineffizienz – das ist die Natur von Vertrauen und echter Verbindung.
Dating-Apps für jemanden mit 70-Stunden-Woche und Diskretion-Anforderungen zu nutzen ist wie ein Remote-Team über Fax zu koordinieren. Das System passt nicht zur Situation. Das Ergebnis: Frustration, schlechte Ergebnisse, der Schluss dass Dating eben nicht funktioniert.
Der Fehler ist nicht der Mensch. Der Fehler ist die Methodenwahl.
Viele erfolgreiche Menschen haben sehr klare Vorstellungen von Äußerlichkeiten oder bestimmten Lebensstilmerkmalen, die kaum Verhandelungsspielraum lassen. Gleichzeitig sind sie überraschend flexibel bei Fragen, die langfristig tragen: Werte, Kommunikationsstil, Umgang mit Konflikten, Lebensvorstellungen.
Das führt zu Beziehungen die optisch und oberflächlich passen, aber in der Tiefe scheitern.
Wer wenig Zeit hat, neigt dazu, die wenige Zeit die er investiert zu maximal zu wollen nutzen. Das führt zu gedrängten Dates, zu schnellen Schlüssen, zu zu wenig echtem Kennenlernen. Paradoxerweise: Wer sich erlaubt, mehr Zeit zu nehmen pro Begegnung, macht oft bessere Entscheidungen mit weniger Gesamtaufwand.
Das ist der häufigste Ausgangspunkt für ein Gespräch mit uns. Oft braucht es nicht viel – manchmal nur einen anderen Blickwinkel.
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